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Newsletter

der Psychotherapeutenkammer Hamburg Nr. 3 / Mai 2020

Sehr geehrtes Kammermitglied,

wir möchten Sie heute über folgende Themen informieren:


Umfrage des Koordinierenden Zentrums für traumatisierte Geflüchtete
Zum 1.04.2020 hat das Koordinierende Zentrum für die Beratung und Behandlung von traumatisierten Geflüchteten seine Arbeit aufgenommen. Das Zentrum, das unter der Trägerschaft des UKE arbeitet und von der Stadt Hamburg gefördert wird, hat u.a. die Aufgabe, eine Bestandsaufnahme der psychosozialen und psychotherapeutischen Angebote und Bedarfe für geflüchtete Menschen zu machen.
Da es nach wie vor große Lücken in der Versorgung psychisch belasteter bzw. kranker geflüchteter Menschen gibt, unterstützt die PTK Hamburg dieses Vorhaben.
Wir bitten Sie deshalb, sich an dieser Umfrage zu beteiligen.
Es sind sowohl Psychotherapeut*innen angesprochen, die bereits mit geflüchteten Menschen arbeiten, als auch Kolleg*innen, die sich unter bestimmten Voraussetzungen in diesem Bereich engagieren möchten.
Bitte nutzen Sie zur Teilnahme diesen Link: lime2.zis-hamburg.de/index.php/218297?lang=de 
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: www.traumanetz-flucht-hamburg.de

Systemische Therapie wird ab Sommer 2020 zugelassen
zur Vertragsbehandlung

Aktuell wird im Bewertungsausschuss die Vergütung für die Erbringung von Systemischer Therapie zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verhandelt.  Die Psychotherapie-Vereinbarung wurde bereits angepasst. Therapiekontingente, Settings und Bewilligungsschritte wurden festgelegt. So kann Systemische Therapie für Erwachsene vermutlich ab dem Sommer 2020 im Rahmen der Vertragsbehandlung durchgeführt werden.
Psychologische Psychotherapeut*innen mit Kassensitz können zur Erbringung dieser Leistungen zugelassen werden, wenn sie eine Ausbildung mit dem Vertiefungsverfahren „Systemische Therapie" absolviert haben oder den Weiterbildungstitel „Systemische Therapie" ihrer Psychotherapeutenkammer erworben haben.
Auf der Internetseite der Kassenärztlichen Bundesvereinigung finden Sie weitere Informationen: www.kbv.de/html/1150_45588.php

 Umsetzung der Ausbildungsreform
Trotz Corona-Krise schreitet die Umsetzung der Ausbildungsreform voran, die im Herbst 2020 in Kraft treten soll. Die Hochschulen konzipieren zurzeit die neuen Studiengänge. Beteiligt an den Akkreditierungsverfahren für die aktuell geplanten bzw. neu strukturierten Bachelorstudiengänge werden neben Vertreter*innen von Lehrenden und Studierenden auch Vertreter*innen der Berufspraxis sein, die in der Regel von den Psychotherapeutenkammern vorgeschlagen werden.
Die Entwicklung der Musterweiterbildungsordnung (MWBO) wird auf Bundesebene ebenfalls fortgesetzt. Die verschiedenen Arbeitsgruppen werden von der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und einer Bund-Länder-AG koordiniert und tagen in Videokonferenzen. Da der Deutsche Psychotherapeutentag (DPT) im Mai 2020 wegen der Corona-Krise abgesagt werden musste, soll der (hoffentlich stattfindende) DPT im November 2020 verlängert werden, um genügend Zeit für die Beratungen der MWBO zu haben.
Unser für Hamburg geplantes „FORUM Weiterbildung" am 04.05.2020 haben wir deshalb auch auf den Herbst verschoben. Wir werden rechtzeitig ein Save-The-Date verschicken, wenn wir einen Termin absehen können.

Patientendaten-Schutzgesetz (PDSG)
In einem Brief an die Senatorin für Gesundheit und Verbraucherschutz hat die PTK Hamburg die Vorlage des Entwurfs des Patientendaten-Schutzgesetzes (PDSG) begrüßt. Ein entsprechendes Gesetz war im Zusammenhang mit der Diskussion um die elektronische Patientenakte (ePA) von vielen Seiten gefordert worden. Im vorliegenden Entwurf gibt es aus Sicht der PTK allerdings noch wichtige Änderungsbedarfe. U.a. wird in dem Brief auf die Notwendigkeit hingewiesen, dass jede/r Versicherte individuell entscheiden können muss, wer welche auf der ePA gespeicherten Dokumente einsehen kann. Ein solches „Berechtigungsmanagement" ist bislang aber erst ein Jahr nach Einführung der ePA vorgesehen.
Nachdem das Gesetz am 29.04.2020 im Bundesrat diskutiert wurde, wird es Ende Mai eine Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages geben. Die BPtK ist zur Stellungnahme berechtigt und wird darin die Kritikpunkte der Profession darlegen.

 Psychische Erkrankungen als Berufskrankheit anerkennen 
Anlässlich der Reform des Unfallversicherungsrechts (7.SGB IV-Änderungsgesetz) hat die BPtK in einer Stellungnahme darauf hingewiesen, dass psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für eine Berentung wegen Erwerbsminderung sind. Durch gravierende belastende Ereignisse oder auch chronische psychosoziale Belastungen könnten Angehörige bestimmter Berufsgruppen erhebliche Beeinträchtigungen ihrer seelischen Gesundheit erfahren. Deshalb müssten auch psychische Erkrankungen in die Liste der Berufskrankheiten aufgenommen werden.
Die Stellungnahme der BPtK finden Sie hier:
www.bptk.de/psychische-belastungen-am-arbeitsplatz-gefaehrden-gesundheit/

Forschungsvorhaben
Online-Programm „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid"
Von einer Forschungsgruppe des UKE wurde das Online-Programm „8 Leben – Erfahrungsberichte und Wissenswertes zum Thema Suizid“ mit dem Ziel entwickelt, das Wissen über Suizidalität zu erhöhen, Stigmatisierung zu verringern und Suiziden vorzubeugen.
Es gibt verschiedene Varianten des Programms, die sich an Menschen mit eigener Erfahrung von Suizidalität, Angehörige oder allgemein Interessierte richten. Eine Besonderheit des Programms ist die trialogische Entwicklung gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen. Das Programm umfasst persönliche Video-Erfahrungsberichte, Informationen zum Thema Suizidalität und Stigmatisierung sowie Informationen zu präventiven Strategien und Kommunikationstipps. Es gibt auch die Möglichkeit, anonym eigene Erfahrungen zu teilen. Das Programm ist keine Krisenintervention. Die Teilnahme erfolgt online, ist anonym und kostenfrei.
Zur Evaluation des Programms werden Studienteilnehmer*innen gesucht. Hier finden Sie den Link zur Teilnahme: 8leben.psychenet.de

BPtK-Newsletter Nr. 1-2020 erschienen
Im Newsletter 1-2020 der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) ist selbstverständlich die psychotherapeutische Versorgung in der Corona-Krise ein wesentliches Thema. Aber er befasst sich auch mit weiteren wichtigen Themen wie z.B. der Digitalisierung und der Behandlung von Patient*innen mit komplexem Behandlungsbedarf: Sie finden den BPtK-Newsletter auf der Website der BPtK: www.bptk.de/wp-content/uploads/2020/03/BPtK-Newsletter-01-2020.pdf

Termine

Wegen der Corona-Krise ist die PTK-Geschäftsstelle bis auf weiteres geschlossen. Notwendige Gremiensitzungen werden per Telefon- oder Videokonferenzen durchgeführt.
Die Arbeitskreise finden zurzeit nicht als reale Treffen statt.
Am 27.05.2020 tagt der AK Migration und Psychotherapie als Videokonferenz.




Wenn Sie diese E-Mail (an: brigitte.ceyrowski@web.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.


Psychotherapeutenkammer Hamburg
Hallerstraße 61
20146 Hamburg
Deutschland

www.ptk-hamburg.de
info@ptk-hh.de
Fon: 040/226 226 060
Fax: 040/226 226 089

Berufsbezeichnung verleihender Staat: Deutschland - Hamburg

Aufsichtsbehörde: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg

Verantwortlich für den Inhalt*: Dipl.-Psych. Heike Peper · Präsidentin

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