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Newsletter

der Psychotherapeutenkammer Hamburg Nr. 2 / Juni 2019

Sehr geehrtes Kammermitglied,

wir möchten Sie heute über folgende Themen informieren:


Nach einer viermonatigen Pause aufgrund der Vakanz der Stelle der Vorstands- und Geschäfts-führungsassistenz erhalten Sie nun wieder den Newsletter der Psychotherapeutenkammer. Wir freuen uns, dass unsere neue Vorstands- und Geschäftsführungsassistentin Frau Kathrin Zander zum 1.5.2019 ihre Stelle angetreten hat. Sie wird in Zukunft den Newsletter betreuen.

34. Deutscher Psychotherapeutentag in Koblenz
Am 29./30.2019 fand der 34. Deutsche Psychotherapeutentag in Koblenz statt. Neben intensiven Beratungen zur Ausbildungsreform und der Diskussion und Verabschiedung von Resolutionen zu aktuellen gesundheitspolitischen Themen stand die Wahl des BPtK-Vorstandes auf der Tagesordnung. Dem BPtK-Vorstand werden zukünftig (wieder) angehören: Dr. Dietrich Munz (Präsident), Dr. Nikolaus Melcop (Vizepräsident), Dr. Andrea Benecke (Vizepräsidentin), Michaela Willhauck-Fojkar (Beisitzerin) und Wolfgang Schreck (Beisitzer).
Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier auf der BPtK-Website:
www.bptk.de/psychotherapeuten-brauchen-bessere-rahmenbedingungen/

Fachtag Akuttraumatisierung am 27. April 2019
Auf dem gut besuchten Fachtag erhielten die Teilnehmenden Informationen über die ehrenamtliche Arbeit des Kriseninterventionsteams (KIT) des DRK sowie über das Beratungskonzept und Beratungsangebot der Opferhilfe-Beratungsstelle. Weitere Themen der Vorträge und Workshops waren differentialdiagnostische Überlegungen zu Traumafolgestörungen, die Vorstellung einer traumatherapeutischen Methode (Prolonged Exposure) in der Psychotherapie mit Geflüchteten und die Regelungen des Opferentschädigungsgesetzes sowie die Vorstellung der Arbeit der Traumaambulanz im UKE. Ein ausführlicher Bericht erscheint in der nächsten Ausgabe des Psychotherapeutenjournals.

Lebensmitte - immer am Limit?! -
Tag der seelischen Gesundheit am 8. Mai 2019
 
Der gemeinsame Fortbildungstag der Ärztekammer und der Psychotherapeutenkammer war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Mehr als 150 Teilnehmende besuchten die Vorträge und Workshops. Nach Begrüßungsworten des Präsidenten der Ärztekammer Dr. med. Pedram Emami sowie von Herrn Marco Kellerhof, stellv. Leiter des Amtes für Gesundheit in der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, führte Dipl-Psych. Heike Peper, Präsidentin der Psychotherapeutenkammer, in das Thema ein. Sie begrüßte als erste Referentin Dipl.-Psych. Renate Ritter, die in ihrem Vortrag „In der Mitte – zur innerpsychischen Wirkung äußerer Lebensaufgaben“ die Spannungsfelder in dieser Lebensphase sehr eindrücklich aufzeigte. Dr. med. Hans-Peter Unger ging in seinem anschließenden Vortrag „Wie die Arbeitswelt unsere seelische Gesundheit in der Lebensmitte prägt- >Burnout< als Notfallabschaltung“ auf die Stressfaktoren in der Arbeitswelt ein, erläuterte die Erschöpfungsspirale und stellte aktuelle Forschungsergebnisse zu Stress und Achtsamkeit vor.
Die Referent*innen der Vorträge und Workshops am Nachmittag vertieften unter den Titeln „Suizidalität“, „Midlife-Süchte“, „Psychokardiologie“, „Lebensmitte – was nun noch?“ und „Miteinander mittendrin – Paare in der Rushhour des Lebens“ verschiedene Aspekte des Tagungsthemas.
Im Hamburger Ärzteblatt (Ausgabe Juni 2019) wird ein ausführlicher Tagungsbericht erscheinen. Über einen Link auf der PTK-Homepage werden wir ihn allen PTK-Mitgliedern zugänglich machen.

Reform der psychotherapeutischen Aus- und Weiterbildung
Der Kabinettsentwurf zur Reform des Psychotherapeutengesetzes (PsychThAusbRefG) wurde am 12.4.2019 im Bundesrat und am 9.5.2019 im Bundestag in erster Lesung beraten. Am 15.5.2019 fand eine Anhörung im Gesundheitsausschuss statt, zu dem auch Vertreter*innen der BPtK und der psychotherapeutischen Verbände eingeladen waren. Aus Sicht der Profession gibt es noch einige wichtige Änderungsbedarfe, deshalb laufen auf Landes- und Bundesebene die Aktivitäten von Kammern und Verbänden weiter auf Hochtouren. Inwieweit in den parlamentarischen Beratungen noch Änderungen im Gesetzesentwurf vorgenommen werden, kann jetzt noch nicht vorhergesagt werden. Klar ist aber, dass das Gesetz zustimmungspflichtig durch den Bundesrat ist und es sich bereits abzeichnet, dass es Kontroversen zwischen dem Bund und den Ländern gibt, u.a. zur Finanzierung des neuen Psychotherapie-Studiengangs.
Hier finden Sie den Kabinettsentwurf:
www.bundesgesundheitsministerium.de/psychotherapeutenausbildung.html

Hinweisen möchten wir Sie in diesem Zusammenhang auch darauf, dass sich der bisherige Präsident der Bundesärztekammer Prof. Montgomery in seiner Abschiedsrede auf dem Deutschen Ärztetag am 29.5.2019 in sehr populistischer und von ärztlichem Standesdenken geprägter Weise gegen den Gesetzesentwurf ausgesprochen hat. Die BPtK hat in mehreren Pressemeldungen die Faktenlage richtig gestellt.
Wir haben diese Pressemeldungen auch den Hamburger Abgeordneten des Bundestages sowie den fachlich zuständigen Abgeordneten der Hamburgischen Bürgerschaft zukommen lassen.
Die BPtK-Pressemeldungen finden Sie hier:
www.bptk.de/psychotherapeuten-wissenschaftlich-und-praktisch-besser-qualifiziert/
www.bptk.de/fuer-patienten-entscheidend-ob-behandler-psychotherapeut-oder-arzt/
www.bptk.de/aerztlicher-konsiliarbericht-haeufig-unpraezise-und-nichtssagend/
www.bptk.de/heilkunde-fuer-innovationen-nutzen/
www.bptk.de/psychotherapeuten-meist-weit-besser-informiert/
                         Reform der Bedarfsplanungsrichtlinie
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)  hat die lange geforderte Reform der Bedarfsplanungsrichtlinie beschlossen, durch die die Anzahl der ärztlichen und psychotherapeutischen Praxissitze mit KV-Zulassung bundesweit und regional gesteuert wird. Das Ergebnis dieser Reform ist äußerst ernüchternd. Vermutlich nur 776 neue psychotherapeutische Praxissitze (in ländlichen Regionen) werden bundesweit hinzukommen, obwohl sogar das vom G-BA in Auftrag gegebene Gutachten von ca. 2400 notwendigen neuen Psychotherapie-Sitzen ausgeht. Durch den Widerstand der Krankenkassen kam es dann aber zu der deutlich geringeren Erhöhung. In Hamburg wird es nach der Reform keine zusätzlichen psychotherapeutischen Praxissitze geben – im Gegenteil: durch die neue Berechnungsformel wird der nominelle Überversorgungsgrad vermutlich sogar noch steigen. Für die ambulante psychotherapeutische Versorgung in Hamburg ist dies eine äußerst schlechte Nachricht. Inwieweit über regionale Gestaltungsmöglichkeiten, die in der neuen Richtlinie vorgesehen sind, noch Verbesserungen für Hamburg erreicht werden können, ist fraglich und unsicher. Als Kammer werden wir uns natürlich dennoch dafür einsetzen.
Von Seiten der psychotherapeutischen Kammern und Verbände wurde der G-BA-Beschluss als völlig unzureichend kritisiert. Hier finden Sie die BPtK-Pressemeldung:
www.bptk.de/krankenkassen-blockieren-sachgerechte-reform-der-bedarfsplanung/
PP/KJP für Gutachten im Geordnete-Rückkehr-Gesetz nicht vorgesehen
Trotz intensiver Bemühungen ist es nicht gelungen, im sog. Geordnete-Rückkehr-Gesetz auch Gutachten von Psychologischen Psychotherapeut*innen und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen zur psychischen Gesundheit von Asylsuchenden zuzulassen.
Obwohl die BPtK gemeinsam mit den psychosozialen Zentren für Geflüchtete und Folteropfer (BAfF) eine fundierte kritische Stellungnahme zum Gesetzesentwurf veröffentlicht hat, wurde das Gesetz ohne Berücksichtigung der PP/ KJP beschlossen.
Hier finden Sie die Stellungnahme:
www.bptk.de/wp-content/uploads/2019/03/20190301_STN_BPtK_BAfF_Geordnete-Ru%CC%88ckkehr-Gesetz.pdf

Vergütung für PP und KJP im Öffentlichen Dienst
Im Tarifvertrag der Länder wurden im öffentlichen Dienst angestellte PP und KJP nach langjährigen Forderungen endlich als gesonderte Entgeltgruppe aufgenommen. Sie wurden allerdings in die Entgeltgruppe 14 eingeordnet und sind damit immer noch nicht den Fachärzt*innen gleichgestellt.
Der 34. Deutsche Psychotherapeutentag hat dazu eine Resolution verabschiedet, die Sie hier nachlesen können:
www.bptk.de/verguetung-im-oeffentlichen-dienst-weiterhin-ungenuegend/

Außerdem gibt es auf Initiative des BPtK-Ausschusses „Psychotherapie in Institutionen“ einen Aufruf an angestellte Kammermitglieder, sich mit einem Schreiben an die Arbeitgeberverbände zu wenden. Ein Entwurf für eine entsprechende Protestmail wurde über die Angestellten-Mailingliste der PTK Hamburg verschickt.

Hinweis auf Informationsmaterialien

Medizinische Leitlinie zu Kinderschutz

Die BPtK hat an der Entwicklung einer medizinischen Leitlinie zum Kinderschutz mitgewirkt. Diese dient dazu, bei einem Verdacht auf Missbrauch, Misshandlung oder Vernachlässigung Standards für ein gemeinsames Vorgehen durch Angehörige aus den verschiedenen beteiligten Bereichen wie Gesundheitswesen, Jugendhilfe, Schule usw. sicherzustellen.
Informationen zur Leitlinie finden Sie hier:
www.bptk.de/bei-verdacht-auf-misshandlung-missbrauch-oder-vernachlaessigung/
BPtK-Praxisinfo Alkoholstörungen

Einen praxisorientierten Überblick über die Inhalte und Empfehlungen der S3-Leitlinie “Screening, Diagnose und Behandlung alkoholbezogener Störungen” gibt die neue BPtK-Leitlinien-Info „Alkoholstörungen“. Die Broschüre soll auch über eine leitlinienorientierte Behandlung von Patient*innen mit Alkoholstörungen in der ambulanten psychotherapeutischen Praxis informieren. Sie soll dazu anregen, den Alkoholkonsum der Patient*innen systematischer abzufragen und zu einer besseren Erkennung von Alkoholstörungen beitragen. Als Praxismaterial enthält die Leitlinieninfo deshalb auch einen Fragebogen („AUDIT“) in der Lang- und Kurzversion, der von der Leitlinie als Screening-Instrument empfohlen wird. Hier der Link zum Download:
www.bptk.de/wp-content/uploads/2019/04/bptk_Leitlinien-Info_Alkoholstörungen.pdf 
Wir möchten an dieser Stelle schon darauf hinweisen, dass wir für den Spätsommer eine Informationsveranstaltung zu den Suchthilfereinrichtungen in Hamburg planen.

HAG Gesundheitspreis 2020
Die Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG) hat die Ausschreibung zum Hamburger Gesundheitspreis 2020 veröffentlicht. Das Schwerpunktthema ist „Psychosoziale Gesundheit“ Prämiert werden Unternehmen, die gute Bedingungen für die Gesunderhaltung ihrer Mitarbeiter*innen schaffen, Belastungen analysieren, die Arbeitsbedingungen verbessern oder die Beschäftigten in besonderer Weise bei der Bewältigung von Anforderungen unterstützen. Auch die Kooperation mit anderen Betreibern oder das Engagement im Stadtteil / Quartier werden honoriert. Bewerben können sich alle Hamburger Unternehmen. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30.9.2019. Weitere Informationen finden Sie hier:
hag-gesundheit.de/lebenswelt/betrieb/gesundheitspreis/gesundheitspreis-2020

Kammerwahl 2019
Die Vorbereitungen zur Kammerwahl 2019 gehen zügig voran. Auf der PTK-Website haben wir einen gesonderten Bereich eingerichtet, in dem Sie aktuelle Informationen finden:
www.ptk-hamburg.de/aktuelles/kammerwahl2019/index.html

Hier sind auch Informationen für Wahllisten eingestellt.

Termine
  • 07.06.2019: Arbeitskreis KJP
  • 19.06.2019: 74. Sitzung der Delegiertenversammlung
  • 09.08.2019: Arbeitskreis PiA
  • 21.08.2019: Arbeitskreis Psychotherapie und Migration

Wenn Sie diese E-Mail (an: westermann@ptk-hamburg.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.


Psychotherapeutenkammer Hamburg
Hallerstraße 61
20146 Hamburg
Deutschland

www.ptk-hamburg.de
info@ptk-hh.de
Fon: 040/226 226 060
Fax: 040/226 226 089

Berufsbezeichnung verleihender Staat: Deutschland - Hamburg

Aufsichtsbehörde: Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz Hamburg

Verantwortlich für den Inhalt*: Dipl.-Psych. Heike Peper · Präsidentin

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